Bassin de Thau
Sète
 

 
 

Bassin de Thau: Wasser und Sonne

 
        Auf den ersten Blick ist alles, was man hier sieht, Wasser. Das Meer, die Lagune, dazu der Himmel - eine Welt, getaucht in blaue Farbe. Doch auf den zweiten Blick hat die Natur noch viel mehr zu bieten: eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt und die immergrüne Heidelandschaft mit ihren zarten Farbtönen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
       Aber Schönheit ist nicht alles, was die Natur den Menschen dieses Landstrichs schenkt. Auch ökonomisch ermöglicht sie ihnen einen gewissen Reichtum, wobei Fischerei und Aquakultur eine bedeutende Rolle spielen. Die Muscheln und Austern aus dem Étang de Thau - der größten Lagune der gesamten Großregion Occitanie - sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt... was einem schwerlich entgeht.
 
 
 
 
 
 
 

Kunst, Kultur, Spiele und Austern

 
        So wundert es niemanden, in allen Orten des Bassin de Thau unzählige Restaurants und Verkaufsstellen zu finden, die Muscheln und Austern anbieten. Doch die kulinarische Spezialität drückt sich auch spielerisch aus: Wettbewerbe, wer, zum Beispiel, die meisten Muscheln in der kürzesten Zeit öffnet, sind an der Tagesordnung. Von solchen Spielen abgesehen, hat das Bassin de Thau dem Besucher jedoch weitaus mehr zu bieten. Denn die Schönheit der Natur zieht nicht nur Sommergäste an, sondern auch Künstler. Mit den Künstlern aus aller Welt, die in Sète, aber auch in den kleineren und größeren Dörfern rundum den Étang de Thau leben, kam die Kultur und kulturelle Veranstaltungen jeder Art. Mehrere Kunstfestivals zeugen von der Schaffenskraft der Künstler, und Kunstzentren und Galerien bieten ständig neue Ausstellungen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Die erstaunliche Größe des Étang de Thau, die Seele dieser Region direkt am Mittelmeer - er bestimmt die Wirtschaft, die Freizeitgestaltung, das Klima und die Schönheit dieser Gegend - ist geologisch gesehen durchaus logisch. Es handelt sich hier um die Anticlinale des Berges Gardiole im Nord-Osten der Lagune, ein häufiges natürliches Phänomen, das auf der Verschiebung der verschiedenen Erdschichten beruht.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        So bietet das Bassin de Thau dem Liebhaber von Gewässern fast alles, was die Natur zu bieten hat: Meer, Lagune und Kanal, auf dem sich im Sommer nicht nur die Freizeitschiffer vergnügen...
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Étang de Thau und Gardiole

 
        So entstand auf der einen Seite entsteht ein riesiges „Loch”, der Étang de Thau, auf der anderen Seite ein Berg. Diese Erdverschiebung zieht seit Generationen Wissenschaftler aus aller Welt an. Denn sie hat nicht nur ein Loch gegraben, sondern auch die Erde regelrecht „umgepflügt” - beim Berg Gardiole findet man die jüngsten Erdschichten nicht, wie es üblich ist, oben, sondern tief im Herzen des Berges. - Die Erdverschiebungen sind vermutlich auch die Ursache dafür, dass die einst natürlichen Verbindungen zwischen der Lagune und dem Mittelmeer im Laufe der Jahrtausende immer mehr versandet sind. So schaffte der Mensch selber zwei Verbindungen, die nicht nur nützlich sind, sondern auch zur Schönheit der Gegend beitragen: den berühmten Canal de Midi, der bei Marseillan in die Lagune fließt, und den Kanal zwischen der Rhône und Sète, der sich bei Frontignan mit dem Étang de Thau vereint.