St-Quentin-la-Pot.
 
Kunst
 
 

Saint-Quentin-la-Poterie, Ort der Künstler

 
        Niemand könnte sich Saint-Quentin-la-Poterie ohne seine Künstler vorstellen. Sie sind seid „immer” da, und als die Bewegung einmal nachzulassen drohte, fand sich schnell ein Bürgermeister, um die nötigen Maßnahmen einzuleiten. Die Kunstliebhaber kennen den Ort und zählen auf die Qualität seiner Töpferei und Keramik.
 
Kirche von Saint-Quentin-la-Poterie
 
 
        Die Leute von Saint-Quentin hatten die rote Erde - Avignon die Beziehungen... besonders in der Zeit, wo die Stadt einen Papst beherbergte. Denn auch wenn die Entfernung der beiden Orte im 14. Jahrhundert immens schien, so hatten die Kaufleute von Avignon doch das ungeheure Potentiell entdeckt, das sich in Saint-Quentin verbarg. Sie wurden bald zum ersten „Sponsor” der Töpfer und Keramiker aus Saint-Quentin, indem sie quasi ihre gesamte Produktion aufkauften. Dank ihrer Hilfe konnte sich die Kunst entwickeln.
 
 

„La Poterie”, ein ehrenvolles Anhängsel

        Der Zusatz „la Poterie”, die Töpferei - wurde dem Ort, der ursprünglich nur Saint Quentin hieß, vom französischen Präsidenten persönlich verliehen. Im Jahre 1886 gab es in Frankreich nicht weniger als 32 Orte mit dem gleichen Namen - doch keiner hatte das Recht, sich mit einer Zusatzbezeichnung von den anderen zu unterscheiden... außer dem Saint Quentin in den Cevennen, das mit der Qualität seiner Töpferwaren bestach. Der Antrag auf dieses Recht kam jedoch von unerwarteter Seite: von der Post.
 
Saint-Quentin-la-Poterie, Innenstadt
 
 

Töpferei, Beton und Pfeifen aus Saint-Quentin

 
        Auch wenn die Päpste in Avignon den Künstlern von Saint-Quentin eine große Hilfe waren und den Ort dazu brachten, seiner Berufung treu zu bleiben, so zeigen die Ausgrabungen doch, dass sich die ersten Töpfer dort schon in der Jungsteinzeit angesiedelt hatten.
 
 
       Doch das heißt nicht, dass sich die Menschen aus Saint-Quentin immer ausschließlich der Töpferei gewidmet haben. In der Geschichte des Ortes findet man auch bedeutende Namen wie Joseph Monier, dem Erfinder des Stahlbetons oder den des „Herrn der Tabakpfeife”, Job Mouton Clerc, dessen Tonpfeifen in die ganze Welt exportiert wurden.
 
 
       1998 wurde schließlich ein Museum eröffnet, dass die Töpferei aus dem gesamten Mittelmeerraum zeigt. Seine Sammlung zeigt über 250 Stücke aus dem 17. Jahrhundert bis zu unserer Epoche.