Sommières, Stadt der Kunst am Vidourle

 
 
 

Sommières - Tradition, Tourismus, Natur

        Eigentlich ist es unmöglich, die kleine Stadt in einigen Worten zu beschreiben. Unzählige Monumente, enge malerische Straßen und das allgegenwärtige Schloss, das über der Stadt thront unterstreichen den mittelalterlichen Charakter von Sommières, die Cafés auf dem Platz im Inneren des Ortes oder entlang des Flusses Vidourle träumen vom dolce vita am Mittelmeer, die Feste und Märkte - vom Wochenmarkt bis zum nächtlichen Markt in den Sommermonaten - reden von der Lust, Traditionen aufrechtzuerhalten und gleichzeitig offen zu sein in Richtung Welt und ihrem Tourismus...
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Moderne und Mittelalter Hand in Hand

        Betritt man das Zentrum von Sommières durch das Tor des berühmten Uhrenturms, steckt man gleich im Treiben einer bunten Stadt - jede Art von Läden, Cafés, Restaurants... Das Mittelalter ist der Farbenpracht dieses emsigen Lebens genauso fern wie irgendwo in Paris oder Berlin. Und doch braucht man nur um eine Ecke zu biegen, um sich Jahrhunderte zurückversetzt zu fühlen - das moderne Leben bleibt zurück, und die engen Straßen des Mittelalters schließen sich um das Blickfeld des Besuchers, dessen einziger Ausgang steil nach oben führt, zum alten Schloss, das - geschichtsträchtig und touristisch zugleich - sich aus dem Stadtbild selbst des modernen Sommières nicht wegdenken lässt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Nahe dem Mittelmeer und offen zur Welt

        Sommières war nie eine Stadt, die zurückgezogen von ihrer Umwelt lebte. Ihre Nähe zu Nîmes, Montpellier und zum Mittelmeer sowie die Ebene, die sie umgibt, erlaubten stets enge Beziehungen zu anderen Orten. Die römische Brücke, die zu „normalen” Zeiten über die Vidourle zur Innenstadt führt - doch Opfer von starken Überschwemmungen wird, wenn das Wasser sich in Vidourlades aufbäumt - zeugt von den Reisen römischer Händler und, später, vom Verkehr der Käufer der Wolle, die lange in Sommières bearbeitet wurde.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        ...dies alles dominiert von einer Natur, die meist so sanft erscheint, mit den leicht geschwungenen, mit Wein bepflanzten Ebenen und dem Fluss, auf dem Enten und Schwäne schwimmen - doch die brutal wird, wenn die malerische Vidourle sich in einen reißenden Strom verwandelt, der alles vernichtet, was ihm in die Quere kommt. Die Überschwemmungen in dieser malerischen Stadt sind so beeindruckend, dass sie sogar einen eigenen Namen erhalten haben: die Vidourlades.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Zur Zeit der großen Prinzen des Mittelalters gehörte Sommières zu dem einflussreichen Haus von Anduze. Die Herren der Stadt sorgten dafür, dass Sommières den Rang einer Hauptstadt erlangte. Im 13. Jh. gehörte der Ort zu den wenigen, die das Recht hatten, ihr eigenes Geld zu prägen.
 
 
 
 
 
 
 
        Die Religionskriege nahmen der Herrlichkeit jedoch ein wenig von ihrem Glanz. In diesem Moment galt Sommières als eine der Hochburgen der Protestanten. Die fanden einen Trick, ihre Gegner zu täuschen. Sie verließen die Stadt, scheinbar geschlagen, um dann mit einem Heer wiederzukommen und sie zu erobern - was natürlich nicht ohne die Zerstörung alter Bauten abging.