Montpellier, Stadt der Kultur und der Künste

 
 
 

Montpellier, die Stadt, wo alles möglich ist

        Was gleich ins Auge springt: der Name „Montpellier” beinhaltet einfach alles. Es gibt kaum eine Stadt, die, verglichen mit Paris, Madrid oder Berlin, auf so kleinem Raum so viel unterbringt: klassische und aktuelle Kultur leben Hand in Hand mit moderner Anti-Kultur, die sehr Alten vermischen sich mit den sehr Jungen, Wissenschaft und Aberglaube, Märchenerzähler und Politiker geben sich die Hand in einem Ambiente, in dem jeder offen ist für alles, und wo einfach alles möglich ist.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Montpellier ist eine merkwürdige Mischung aus Neu und Alt. Im historischen Zentrum glaubt man sich um Jahre oder selbst Jahrhunderte zurückversetzt, doch nur wenige Straßen weiter scheint es die Geschichte nie gegeben zu haben. Montpellier, so könnte man dort glauben, wurde erst im 20. Jahrhundert geboren. Oder in einer undefinierbaren, zeitlosen Epoche, irgendwo nahe der Sonne und dem Meer.
 
 
 
 
 
 
 
 
        Mit ihren Kinos und Theatern, Vorträgen und Diskussionsrunden sowie Festivals für Film, Musik, Theater, Tanz, ihren Open-Air-Jazzabenden und Tavernen für Gipsymusik, ihrem Philosophen-Café, ihren Themencafés für Bürger und Aufständische, für Männer und Frauen, Kleinkinder und große Kinder, Jugendliche und Alte... ist Montpellier eine Stadt mit unbegrenzten kulturellen Möglichkeiten.
 
 
 
 
 

Kunst und Kultur ohne Grenzen

        Offiziell unbestätigte Statistiken behaupten, dass in Montpellier pro Tag und pro Einwohner mehr kulturelle Ereignisse stattfänden als in Paris. Auf jeden Fall ist Montpellier eine Stadt, wo niemand sich für Kultur ruinieren muss: nirgends sonst in Frankreich gibt es so viele kulturelle Veranstaltungen, die das beliebte Label „Eintritt frei” tragen.
 
 
 
 
 
 
 
 
        Was jeder weiß, doch nur wenige aussprechen: der Montpellieraner ist undefinierbar. Die meisten Bewohner dieser Stadt sind „zugezogen”, aus Frankreich und quasi allen Ländern der Welt. Typisch ist, das die Leute aus Montpellier offen sind für alles und nicht leicht zu überraschen. Sie sind immer bereit zu einem Schwatz auf einer Kaffehausterrasse, um neue Menschen kennenzulernen und Bekanntschaft zu schließen - für den Außenseiter scheinbar oberflächliche Treffen, die jedoch der erste Schritt zu tiefen und oft beständigen Freundschaften sind, wie es sie nur im Süden gibt.
 
 
 
 
 
 

Dolcefarniente und Technologie

        Auch wenn Montpellier auf den ersten Blick der Sonne und der Lebensfreude geweiht zu sein scheint, so wird hier doch Wirtschaft und Technologie groß geschrieben. Alles was neu und modern ist und auf eine lukrative Zukunft hinweist, wird unterstützt. Das in Frankreich einmalige Straßenbahnnetz ist auf so originelle Weise konzipiert, dass seine Ingenieure schon von mehreren afrikanischen und asiatischen Ländern konsultiert wurden. Junge „Start-up-Firmen” lassen sich in Montpellier nieder, um von dem guten Ruf für Technologie zu profitieren.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Daneben legt Montpellier Wert auf seinen internationalen Charakter, der sich nicht nur in seiner Universität und unzähligen Sprachschulen ausdrückt. Die Stadt ist stolz darauf, inzwischen mit elf Partnerstädten auf vier Kontinenten verbunden zu sein. In seiner Kongresshalle, dem Corum, finden Tagungen mit internationalem Publikum und interkulturelle Treffen statt... und neben all dem lebt die okzitanische Kultur - eine Kultur, die schon unzählige Male „totgesagt” wurde, doch der Dichter, Sänger, Märchenerzähler und Schriftsteller mit ihren Werken immer wieder neues Leben einhauchen.