Montpellier, die Stadt, wo alles möglich ist

       Was gleich ins Auge springt: der Name Montpellier beinhaltet einfach alles. Es gibt kaum eine Stadt, die, verglichen mit Paris, Madrid oder Berlin, auf so kleinem Raum so viel unterbringt: klassische und aktuelle Kultur leben neben moderner Anti-Kultur, die sehr Alten vermischen sich mit den sehr Jungen, Wissenschaft und Aberglaube, Märchenerzähler und Politiker geben sich die Hand in einem Ambiente, in dem einfach alles möglich ist.
 

 
 
Montpellier, Schwimmbad Antigone
 
 
 
 

Montpellier, die Stadt der Kultur ohne Grenzen

       Mit ihren Kinos und Theatern, Diskussionsrunden, Vorträgen, Festivals für Film, Musik, Theater, Tanz, ihren Jazzabenden und Lokalen für Gipsymusik, ihrem Philosophen-Café, ihrer Gruppe für Sprachaustausch, ihren Themencafés für Bürger und Aufständische, für Männer, Frauen, Jugendliche und Alte... ist Montpellier eine Stadt mit unbegrenzten kulturellen Möglichkeiten. Unbestätigte Statistiken behaupten, dass in Montpellier pro Tag und pro Einwohner mehr kulturelle Meetings stattfänden als in Paris. Auf jeden Fall ist Montpellier eine Stadt, wo niemand sich für Kultur ruinieren muss: nirgends sonst in Frankreich gibt es so viel Kultur, die mit dem Label „Eintritt frei” gekennzeichnet ist.
 
Montpellier, moderne Stadt
 
 
 
 

Dolcefarniente, Wirtschaft und Technologie

 
       Auch wenn Montpellier auf den ersten Blick der Sonne und der Lebensfreude geweiht zu sein scheint, so wird hier doch Wirtschaft und Technologie groß geschrieben. Alles was neu und modern ist und auf eine lukrative Zukunft hinweist, wird unterstützt. Das in Frankreich einmalige Straßenbahnnetz ist auf so originelle Weise konzipiert, dass seine Ingenieure schon von mehreren afrikanischen und asiatischen Ländern konsultiert wurden. Daneben legt Montpellier Wert auf seinen internationalen Charakter, der sich nicht nur in seiner Universität und unzähligen Sprachschulen ausdrückt. Die Stadt ist stolz darauf, inzwischen mit elf Partnerstädten auf vier Kontinenten verbunden zu sein. In seiner Kongresshalle, dem Corum, finden Tagungen mit internationalem Publikum und interkulturelle Treffen statt... und neben all dem lebt die okzitanische Kultur.
 
 
 
 
 
 
 
       Montpellier ist eine merkwürdige Mischung aus Neu und Alt. Im historischen Zentrum glaubt man sich um Jahre oder Jahrhunderte zurückversetzt, doch nur wenige Straßen weiter scheint es die Geschichte nie gegeben zu haben. Montpellier, so könnte man dort glauben, wurde erst im 20. Jahrhundert geboren. Oder in einer undefinierbaren, zeitlosen Epoche, irgendwo nahe der Sonne und dem Meer.
 
 
 
Montpellier zu Weihnachten
 
 
 
       Der Montpellieraner ist undefinierbar. Die meisten Bewohner dieser Stadt sind „zugezogen”, aus Frankreich und quasi allen Ländern der Welt. Der typische Mensch aus Montpellier ist offen für alles und nicht leicht zu überraschen. Er ist immer bereit zu einem Schwatz auf einer Caféterrasse, um neue Bekanntschaften zu schließen - für den Außenseiter scheinbar oberflächliche Treffen, die jedoch den erste Schritt zu einer tiefen und oft beständigen Freundschaft bilden können.
 
 
Le tram du Montpellier
 

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