Vil.-lès-Maguelone
 
Kunst
 
 

Villeneuve-lès-Maguelone

       Im Inneren dieses ruhigen Dorfes, gut installiert auf der Terrasse eines Cafés, bei der Besichtigung der Kirche Saint-Étienne de Villeneuve-lès-Maguelone oder ganz einfach bei einem Bummel durch die sonnenüberfluteten Straßen, da käme man gar nicht auf die Idee, so nah an der Küste zu sein. Nur eine Karte gegenüber der Kirche weist darauf hin, dass man ja eigentlich mal einen Spaziergang durch die Lagunen machen könnte - direkt zu Fuß, das Auto kann man gleich stehen lassen.
 

 
 
Sonnenuntergang am Strand von Villeneuve-lès-Maguelone
 
 
 
 
 

Zwischen Lagunen und Geschichte

       Doch so ruhig, wie das Dörfchen heute auch erscheint, so hat es doch eine bewegte Vergangenheit. Der ursprüngliche Ort wurde schon 737 von Karl Martell zerstört, dem Großvater von Karl dem Großen, der in seinem Bestreben nach einem mächtigen Frankenreich mit seiner Armee durch die Lande zog. Eigentlich hatte er ja nichts gegen die Stadt am Meer, aber sie war strategisch so gut gelegen, dass seine Erzfeinde, die Sarazenen, sich ihrer gern bemächtigt hätten.
 
 
 
 
 
 
       Dreihundert Jahre später wurde die Stadt wiederaufgebaut, mit einer Kathedrale, die nicht nur „normaler ” Bischofssitz wurde, sondern eine Art Festung für Kirchenfürsten. Nicht nur die Bischöfe fühlten sich hier in Sicherheit, sondern auch einige Päpste, die es nötig hatten, sich vorübergehend zu verstecken.
 
 
 
 
       Der Weg führt aus dem Dorf heraus, an Villen mit Blick auf Weinfelder vorbei, und plötzlich ist man in einer anderen Welt. Soweit der Blick reicht, sieht man Lagunen, Flamingos, Möwen und andere Wasservögel - Träume von Reisen übers Meer - und scheinbar weit weg, im Landesinneren, wie ein Überrest aus einer vergangenen Zeit, den Kirchturm von Villeneuve-lès-Maguelone.
 
 
Straße in Villeneuve-lès-Maguelone

 
Der Badeort Villeneuve-lès-Maguelone
 

Wandern und Baden in der Natur

        Trotz seiner reichen Geschichte und den eindrucksvollen Baudenkmälern zählt in Villeneuve-lès-Maguelone doch vor allem die Natur. Seine weiten Sandstrände laden zum Baden ein, und sein Naturschutzgebiet fasziniert Wanderer und Ornithologen. Um an die schönsten Strände zu gelangen, mussten die Besucher bis 1992 den Kanal zwischen den Lagunen in einer kleinen Fähre überqueren. 1992 wurde das romantische Schiffchen dann von einer Holzbrücke ersetzt - die am Abend hochgezogen wird. Wer sich verspätet, muss einen großen Umweg machen.
 
 

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