Salasc, ein Hafen der Ruhe und des Friedens

 
        Auf den ersten Blick ist Salasc ein kleines, verträumtes Dorf, mitten im natürlichen Schutzgebiet um den See Salagou, mit Häusern aus Naturstein, dessen Kirche teils aus dem 12., teils aus dem 17. Jahrhundert stammt, und dessen enge Gässchen im Inneren des Dorfkerns sich seit Jahrhunderten nicht mehr verändert haben. Besonders an einem heißen Sommertag hat man in Salasc das Gefühl, einen Hafen der Ruhe und des Friedens gefunden zu haben.
 
Rundweg um Salasc
 
 
        Doch wenn das Dorf aus seiner Ruhepause erwacht, entdeckt man schnell, dass man es mit dynamischen Leuten zu tun hat. Sie haben sich entschieden, an einem Ort zu leben, der Ruhe und Schönheit, Natur und Geschichte, aber auch den Mut zur Erneuerung vereint. Viele von ihnen sind Menschen, die das Leben fern von den großen Metropolen lieben. Und viele sind Künstler.
 
 
 

Die Béals, Kulturerbe von Salasc

 
 
        Die Herausforderung der Béals-Anlagen war das Fehlen von Pumpen, deren Grundidee zu dieser Zeit zwar schon bekannt war, doch die nötige Energie fehlte noch. Das Wasser musste durch natürliche Schwerkraft geleitet werden. Man erfand ein System, das aus Kanälen bestand, die sich nach Bedarf öffnen und schließen ließen, aus einer Art Staubecken, das Druck erzeugte und Mini-Aquädukts, die das Wasser über Gräben und Abgründe transportierte.
 
Selbst mit Hilfe der heutigen Technik wurde nie ein besseres System entwickelt als die Béals, die noch heute im Einsatz sind, um die Gärten und Felder zu bewässern - und gleichzeitig zum Kulturerbe erklärt wurden.
 
 
 

Die Wanderwege um Salasc: le Causse und von Salasc nach Valmascle

 
 
        Vor einigen Jahren wurden zwei Wanderwege ausgezeichnet, die nicht nur durch die Naturschönheiten um Salasc herum führen, sondern auch sein historisches Kulturerbe zeigen. Die Wege sind nicht neu: sie wurden schon vor Jahrhunderten von den Einwohnern benutzt, um zu ihren Feldern oder den Nachbarorten zu gelangen.
 
Der erste Wanderweg, der Chemin du Causse führt, wie sein Name sagt, in die Landschaft des Causse - eine Landschaft, die dem Causse du Larzac ähnelt - zu den ehemaligen Getreidefeldern und den Wiesen, wo die Schafe weideten. Hier sieht man noch die Steinmauern, die die Erde bei den starken Sommergewittern zurückhielten.
 
Der zweite Weg führt von Salasc nach Saint-Pierre-de-Valmascle, und nach den Ortsarchiven wurde er schon im Jahre 1601 benutzt. Noch heute dient er einigen Bewohnern der Einzelgehöfte, am Samstag zum Markt und am Sonntag zur Kirche zu gelangen. Heiligabend, vor und nach der Christmette, bildeten sich einst regelrechte Fackelzüge auf diesem Weg, die vom Café des Ortes aus beobachtet wurden.