Natur in Sommières - der „Vidourle”

       Die Natur in und um Sommières steht unter dem Zeichen des Wassers. Der Fluss Vidourle war und ist mit seiner „Launigkeit” der absolute Herr des Gebiets. Er entscheidet über die Ernten, über die Architektur und über den Alltag, er bringt Leben - aber auch Tod. Sein Wasser hat das Land von Sommières fruchtbar gemacht und der Stadt den Wohlstand gebracht...
 

 
 
Vidourle, Fluss des Lebens und der Zerstörung
 
 
 
 
 

Wein in unberührter Heidelandschaft

       Trotz seiner Nähe zu den Cevennen ist das Gelände des Pays de Sommières relativ eben. Seine Landschaft ist mit kleinen Hügeln übersät, auf denen vor allem Wein wächst. Ansonsten ist die Natur von der trockenen Heidelandschaft des Mittelmeergebietes bestimmt. Die Heide gilt als vollkommen natürlich, die Heidepflanzen sind in ihrem ursprünglich wilden Zustand und beherbergen eine vielseitige Fauna. Der Wein in dieser unberührten Landschaft braucht keinerlei Behandlung und ist auf natürliche Weise biologisch.
 
Enten und Schwäne auf dem Vidourle
 
 
 
 
       Nach dem Institut für Beobachtung der natürlichen Umwelt leben in und um Sommières 188 verschiedene Tierarten, vom Eichhörnchen, Biber und Dachs bis zum Seidenreiher, Mäusebussard oder Steinkauz.
 
 
 
       ...doch dieses selbe Wasser bringt auch Überschwemmungen, wo Häuser zerstört und Ernten vernichtet werden. Diese Katastrophen, die trotz moderner Techniken nicht verhindert werden können, sind so extrem bemerkenswert, dass sie einen eigenen Namen erhielten: die Vidourlades.
 
 
 
Landschaft um Sommières
 
 
 
       Doch die Erde von Sommières produziert nicht nur Reichtümer, sondern gilt selbst als begehrtes Handelsgut. Tatsächlich findet man in einigen Steinbrüchen die Terre de Sommières, „Erde von Sommières”, auf den ersten Blick ein sehr feiner, puderartiger Ton, der jede Art von Fetten oder Flüssigkeiten absorbiert. Deshalb wird er als biologischer Fleckentferner verkauft, der auf allen Stoffen, Leder, Möbeln, Teppichen oder Fußböden wirkt. In Wirklichkeit handelt es sich jedoch nicht um Ton, sondern um eine Mischung aus winzigen Algen und Muschelresten, die im Laufe der Jahrtausende durch die natürliche Erosion zermalmt wurden.