Montpellier : Natur in der Stadt

 
 
 
 
 
 

Le Peyrou - Geschenk eines Königs

        Die Anlage Le Peyrou wurde eigentlich zu Ehren von Ludwig XIV. errichtet - mit einer Reiterstatue, die auf die Stadt hinabblickte. Ihre Errichtung war mit einem Erlass verbunden, nach dem kein Gebäude je den Kopf des Königs überragen durfte. Doch König oder Demokratie, heute ist der kleine Park mit seiner schönen Aussicht über die Stadt eines der Kleinode von Montpellier.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Im Westen von Montpellier fängt die Natur vier Kilometer nach der Stadtgrenze an, mit ihren Wäldern, geschwungenen Hügelketten, Heideland und Weinfeldern. Im Süden liegt das Meer. Die Bewohner der Stadt brauchen wirklich nicht weit zu fahren, um Natur zu erleben. Wozu also Natur in der Stadt?
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Die Stadtväter haben sich diese Frage wohl nie gestellt. Sie haben einfach für Natur gesorgt. So ist Montpellier zum Mekka der baumbestandenen Alleen, Parks, Grünanlagen und Weiher geworden...
 
 
 
 
 
 
 
 
 
        Doch dies ist noch lange nicht alles. Grüne Miniparks überall in den Stadtteilen wetteifern mit den Ufern des Lez, der sich durch Grünanlagen und das berühmte Gut „Méric”, Heimat des Malers Bazille, schlängelt - bis hin zum Meer. Auf altem Militärgelände entstand mitten in der Stadt eine Grünanlage mit Bäumen, Büschen, Wiesen und einem bezaubernden Weiher, auf dem sich die Enten tummeln. Dazu kommt der Zoologische Garten, ein Meisterwerk der Imitation des Natürlichen, der Wald von Montmaur, der Domaine d'O...
 
 
 

Montpelliers botanischer Garten

        Die Geschichte rund um den Jardin des Plantes ist genauso bunt wie seine Blumen. Einige Könige haben ihn gefördert, unter anderen haben Bewohner von Montpellier einen harten Kampf gefochten, um ihn zu erhalten.... und dies hat sich bis heute nicht geändert. Er wurde zum Zankapfel der Mächtigen, zeitweise vernachlässigt, und es gab Momente, wo er nur dank dem Einsatz von begeisterten Botanikern überlebte. Doch bis heute konnte die Politik seiner Schönheit und Artenvielfalt nichts anhaben.