Natur in Saint-Jean-de-Buèges

       Für die Landschaft um Saint-Jean-de-Buèges herum gibt es eigentlich nur eine Bezeichnung: sie ist lieblich. Im Sommer ist es hier um einige Grade kühler als direkt am Mittelmeer, und das Wasser der Buèges mit ihren kleinen Kaskaden, die schattenspendenden Eichen und die Gebäude aus Naturstein, in denen es nie heiß wird, tragen das ihre bei. Hier kommt der Spaziergänger auf seine Kosten: die Wanderwege um den Ort herum sind einfach zu begehen, schattige Plätze laden zur Rast ein.
 
Massiv Séranne, Cevennen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
       Die Buèges, ein kleiner Fluss, der in den Hérault mündet, ist allgegenwärtig in der Natur um Saint-Jean-de-Buèges. Sie versorgt den Ort mit einem klaren, frischen Wasser, das nahe der Quelle pur getrunken werden kann, und lädt zum Baden ein. Sie speist auch die immergrüne Strauchheide und den Wald, der vorwiegend aus Steineichen besteht. Doch sie fließt nur wenige Kilometer oberirdisch: dann versickert sie in der porösen Kalkerde.
 
 
 
 
 
 
 
Dominiert wird Saint-Jean-de-Buèges von dem Berg Séranne, einem Felsmassiv, dessen höchster Punkt - 942 Meter - auf dem Gipfel des Roc Blanc, dem Weißen Felsens, liegt. Er gilt als der südlichste Berg der Cevennen. Von ihm sieht man bei klarem Wetter einen großen Teil der Ebene bis nach Aigues-Mortes und dem Mittelmeer. Mit etwas Glück kann man sogar den Canigou erkennen, den höchsten Berg des Roussillon, Symbol der Katalanen.
 
 
 
Intakte Flora von Saint-Jean-de-Buèges
Heidelandschaft um das Massiv Séranne
 
 
 
 
 
       Am Ufer der Buèges, die so etwas wie eine natürliche Grenze zwischen dem Hérault-Tal und den Cevennen bildet, und im Felsmassiv von Séranne ist die Natur noch intakt. Das Wasser ist klar, frei von Umweltverschmutzung, in dem noch Forellen schwimmen.
 
Die Vogelwelt ist reich, man kann selbst so seltene Arten wie den Eisvogel oder den Habichtsadler beobachten. Die Fauna findet hier einen Lebensraum, wie er nur selten ist im Mittelmeergebiet: milde Sommer und feuchtwarme Winter.