Pézenas
 
Kunst
Architektur
 
 
 

Pézenas und sein architektonisches Kulturerbe

        Der Reichtum, der ab dem 13. Jahrhundert und noch mehr nach der Installation des Gouverneurs in Pézenas im 15. Jahrhundert in den Ort floss, drückte sich in der Architektur aus. Die Kaufleute, die wie Jacques Coeur von den Marktrechten der Gemeinde profitierten, ließen sich prächtige Herrenhäuser bauen, die berühmten französischen „Hotels”, die den Vergleich mit Paris nicht zu scheuen brauchen. Viele von diesen Häusern sind noch erhalten, teilweise renoviert, und bilden seit 1965 eine geschützte Zone, die offiziell zum französischen Kulturerbe erklärt wurde.
 
Fassaden in Pézenas
 
 
        Die erste Kirche von Pézenas war dem Heiligen Petrus gewidmet. Sie wurde im Laufe der Zeit vollständig zerstört - doch ihre Steine blieben erhalten. Denn Anfang des 17. Jahrhunderts, als die Kirche nur noch eine Ruine war, wurden sie für den Bau der Stadtmauer „recyclet”. Man sagt, dass man sie heute noch von den anderen Steinen unterscheiden kann... wenn man es schafft, richtig hinzuschauen.
 
 

Das Basaltgestein von Pézenas

        Pézenas gehört zu den Gebieten, wo das starke Vorkommen von Basaltgestein auf einen relativ hohen Kalkanteil im Boden hinweist. Basalt ist ein sehr harter, solider Stein, der selbst extrem hohen Temperaturen widersteht, aber nicht sehr geeignet ist für Ornamente und Bildhauerei. So wurde er in der Gegend von Pézenas eher für die Errichtung von Stützmauern verwendet oder für die Befestigung der Straßen - die alten Straßen im historischen Zentrum von Pézenas sind fast alle mit Basaltstein gepflastert.
 
Türen in Pézenas
 
 
        Das Kalkgestein dagegen, das in und um Pézenas gewonnen wird, ist weniger solide als der Basalt, dafür aber leichter zu bearbeiten.
 
 
 
       Seiner Abundanz ist es zu verdanken, dass die Bildhauerei im Laufe der Jahrhunderte zu einem wichtigen Handwerk wurde und immer mehr Künstler in den Ort zog, die die Hausmauern mit den unterschiedlichsten Ornamenten verzierten.