Architektur in Saint-Jean-de-Fos

        Um die militärische Sicherheit von Saint-Jean-de-Fos zu gewährleisten, begnügten sich die Stadtväter im Mittelalter nicht mit einer Burg. Sie ließen auch Schützengräben und eine Stadtmauer errichten, die einen Kreis um das Dorf bildete, um es von allen Seiten absichern zu können. Die Straßenzüge wurden an die Stadtmauer angepasst, was dazu führte, dass Saint-Jean-de-Fos rundes Dorf wurde.
 
Die Kirche von Saint-Jean-de-Fos
 
        Sicherheit war im mittelalterlichen Saint-Jean-de-Fos das oberste Gebot. Die Anlage des Dorfes hatte nur einen praktischen Sinn: ihr Ziel war, den Bewohnern Ruhe und Frieden zu gewährleisten.
 
       Das Streben nach Sicherheit ging so weit, dass es sich im Namen des Ortes ausdrückte: „Fos” stammt von dem okzitanischen Wort für „Schützengraben” ab.
 
 

Die Brücke, die den Teufel erzürnte

        Das bekannteste Bauwerk von Saint-Jean-de-Fos ist ohne Zweifel seine Pont de Diable, die Teufelsbrücke, die im 9. Jahrhundert von Mönchen errichtet wurde. Ihr Werk war so stabil, dass es trotz der starken Winde und der reißenden Strömungen im Hérault-Tal erst vor wenigen Jahren renoviert werden musste. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts gehört die Brücke zum UNESCO-Welterbe.