Architektur in Saint-André-de-Sangonis

        Das Stadtbild von Saint-André-de-Sangonis hat zwei Seiten, die aus verschiedenen Welten zu stammen scheinen - und doch gehören sie irgendwie zusammen. Der modernere Teil des Ortes erinnert an ein gemütliches Städtchen mit seinem Bäcker, Metzger, Tabakladen und dem Café, wo die Dorfjugend zusammensitzt und die älteren Herren ihren Aperitif trinken, wo jeder jedem einen schönen Tag wünscht, auch wenn man sich noch niemals gesehen hat, und wo Montags, wenn das Café geschlossen ist, die Bänke auf dem Dorfplatz von friedlichen Beobachtern belagert sind.
 

Saint-André-de-Sangonis, mittelalterliche Straßen
 

Enge Gassen im historischen Zentrum

 
 
        Im inneren Teil von Saint-André-de-Sangonis, dagegen, im historischen Zentrum, wird das Stadtbild von engen, mittelalterlichen Gässchen bestimmt, die in kleinen, romantischen Plätzen zusammenlaufen, wo Bänke zum Plaudern einladen. Die alten Häuser verbreiten eine vertraute, anheimelnde Stimmung, die durch die Sauberkeit in den Straßen und die unzähligen Blumen entlang der Häuserwände noch erhöht wird.
 
 

Eine Kapelle für eine nordische Heilige

 
        Doch die mittelalterlich anmutende Stimmung herrscht nicht nur im historischen Zentrum, sondern auch in den Weilern bei Saint-André-de-Sangonis. In einem von ihnen steht eine Kapelle aus dem 13. Jahrhundert, die einer nordischen Heiligen gewidmet ist, der Heiligen Brigitte. Es heißt, die Schwedin hätte etwa 100 Jahre vor dem Bau der Kapelle, auf ihrem Weg nach St. Jakob von Compostella, in diesem Weiler Halt gemacht. Sie galt als die Heilige der Armen und Bedürftigen.